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20.05.2026 Verein

Inklusive Berufsorientierung in Fürth

Wie begeistert man junge Menschen für soziale Berufe – und schafft gleichzeitig echte Inklusion? Das Projekt „Sozial – Total mein Ding.“ zeigt, wie beides erfolgreich zusammenwirkt. Gemeinsam mit Menschen mit Unterstützungsbedarf, Fachkräften und Schulen entsteht in Fürth eine moderne Form der inklusiven Berufsorientierung – praxisnah, persönlich und auf Augenhöhe.

Fachkräftemangel in der Behindertenhilfe
Der Fachkräftemangel in der Behindertenhilfe hat spürbare Folgen: Menschen mit Beeinträchtigung können oft nicht mehr die Unterstützung erhalten, die sie für gesellschaftliche Teilhabe benötigen. Einrichtungen suchen daher dringend qualifizierte Fachkräfte – besonders in der Heilerziehungspflege (HEP) und Heilerziehungspflegehilfe (HEP-H).

Genau hier setzt das von Aktion Mensch geförderte Projekt „Sozial – Total mein Ding“ an.

Inklusive Berufsorientierung in der Praxis
Im Mittelpunkt steht ein inklusives Berufsorientierungsteam, in dem Menschen mit Unterstützungsbedarf aktiv mitarbeiten – als Expert:innen in eigener Sache. 

Gemeinsam mit Fachkräften und in Kooperation mit dem bfz Fürth (Berufsfachschule für Heilerziehungspflege) entwickeln sie Schulbesuche, Infotage und Materialien, die soziale Berufe authentisch und barrierearm vermitteln.

Durch persönliche Begegnungen entstehen echte Einblicke in den Berufsalltag der Behindertenhilfe. Schulprojekte mit der Leopold-Ullstein-Realschule Fürth oder Besuche am Helene-Lange-Gymnasium zeigten, wie schnell Berührungsängste abgebaut werden können, wenn der Austausch offen und inklusiv gestaltet wird.

Auch beim Tag der Offenen Tür der Lebenshilfe-Wohnstätten entstanden viele Gespräche über Teilhabe, Inklusion und berufliche Perspektiven im sozialen Bereich.

Moderne Ansprache für soziale Berufe
Neben Schulbesuchen entwickelt das Projektteam Präsentationen, Social-Media-Inhalte und künftig auch barrierefreie Materialien in Leichter Sprache. Ziel ist es, soziale Berufe für junge Menschen sichtbar und attraktiv zu machen.

Das Projekt „Sozial – Total mein Ding“ zeigt: Inklusive Berufsorientierung schafft nicht nur neue Perspektiven für junge Menschen, sondern stärkt auch langfristig die Behindertenhilfe. Denn soziale Berufe brauchen Herz, Haltung und echte Begegnung.